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Kick it! Internationale Frauenfußballcamp


Die Dokumentation Frauen spielen nicht im Abseits! Internationales Frauenfußballcamp "Kick it!" ist in der edition eurient im Mai erschienen.
In diesem Buch sind die Ergebnisse unseres Kickit!-Projektes festgehalten. Wir versuchen in diesem Begleitheft die Leidenschaft am Kicken und die Freude dran beschreiben. Enthalten sind unter anderem ein Querschnitt rund um das Thema Frauenfußball mit einer Verbindung zur arabischen Welt, die Träume und Wünsche der Spielerinnen und Texte zum sportlichen und interkulturellen Trainin. Damit könnte das Buch auch eine Anregung für ähnliche Projekte sein.

Leipzig, 03.08. – 15.08.2009

Auch in diesem Jahr soll Leipzig zu einem Treffpunkt von 30 fußballgegeisterten jungen Frauen werden. Teilnehmerinnen aus Algerien, Jordanien, Palästina, Bulgarien und Malta werden zusammen neben einem sportlichen auch ein interkulturelles Training absolvieren. Wie schon im Jahr 2008 erfolgreich unter Beweis gestellt, bietet sich die Chance, durch den Fußball im Sinne des „Fair Play“ gegenseitiges Vertrauen zu schaffen und Barrieren spielerisch zu überwinden. Insbesondere der internationale Frauenfußball erfreut sich steigender Beliebtheit, wie nicht zuletzt die Fußballweltmeisterschaft der Frauen im Jahr 2007 zeigen konnte.

... Frauenfußball gewinnt in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung. Einmal konnte die deutsche Damen-Auswahl den Weltmeistertitel gewinnen, sechs mal den Europameistertitel. Maßgeblich durch diese Erfolge erhält der Frauenfußball mehr Aufmerksamkeit in Deutschland – das lässt sich auch daran ablesen, dass sich die Anzahl der Juniorinnenteams innerhalb von zwei Jahren verdoppelt hat. Wir junge Fußballerinnen ins Blickfeld der Aufmerksamkeit rücken und einen „Dialog der Kulturen“ ermöglichen, mit der Botschaft: Frauen spielen nicht im Abseits!. Mit dem Internationalen Frauenfußballcamp „Kick it!“ wurde ein Projekt ins Leben gerufen, das interkulturelle Begegnungen jenseits von nationalen und religiösen Grenzen anstrebt. Sport und im besonderen Fußball als globales Phänomen bietet dafür ideale Voraussetzungen, denn Sport spricht nicht nur alle Sprachen, sondern schafft, im wahrsten Sinne des Wortes, auch Spielraum für Freude am gemeinsamen Erleben!

... ein gemeinsames Fußballcamp für arabische und europäische junge Frauen bringt verschiedene kulturelle Identitäten zusammen, die über ihre Leidenschaft zu einem bunten und lebhaften Miteinander finden. Hier kann sich zeigen, dass stereotype Denkmuster und Vorurteile wie sie beidseitig des Mittelmeerraums bestehen, aufgebrochen und neu durchdacht werden können. Dies geschieht einmal bei den Teilnehmerinnen des Camps durch gemeinsames Training und Unternehmungen. Zum anderen bei einem breiten Publikum, das durch vielfältige öffentlichkeitswirksame Aktionen an dem sportlich-interkulturellen Zusammentreffen teilnimmt. Höhepunkt bildet, eingebettet in einen Frauenfußballtag, das Abschlussturnier, organisiert in Zusammenarbeit mit der Faninitiative „Bunte Kurve“.

... ein weiteres wichtiges Detail besteht einem interkulturellen Training. Begleitend zu den sportlichen Aktivitäten und dem Rahmenprogramm, werden durch spezielle Trainerinnen Schwierigkeiten thematisiert, Eigen- und Fremdbilder geklärt und interkulturelle Kompetenzen geschult. Wir wollen eine Woche des sportlichen Ehrgeizes ohne Leistungsdruck erleben, die Freiräume für gegenseitiges Verständnis öffnet und eine fortdauernde Eigendynamik im Mädchenfußball der jeweiligen Länder unterstützt.

das Programm finden Sie hier 

Das Fußballcamp bietet die Möglichkeit:

... für ca. 30 Jugendliche eine einzigartige Erfahrung des kulturellen Austauschs zu machen und so über religiöse und kulturelle Grenzen hinweg Freundschaften zu schließen.

... die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit neben Großereignissen wie der EM 2008 auf weitere Spielarten des Fußballs zu lenken.

... den sich langsam entwickelnden Frauensport in der islamischen Welt zu fördern.

... Leipzig, als Austragungsort der Fußball WM 2006 um eine außergewöhnliche Facette zu bereichern.

... Deutschland als Ausrichter der Frauenfußballweltmeisterschaft 2011 mit einem international ausgerichteten Projekt zu präsentieren.

Für weitere Informationen zu Kick it!- das Internationale Frauenfußballcamp können Sie gern mit uns Kontakt aufnehmen oder Sie informieren sich auf der projekteigenen Homepage . Das Projekt wird geleitet durch Franziska Zezulka und Heinrich Sobottka.

"Kick it! - Kein Abseits für Frauen"



Dokumentation, 28 min, HD und DVD, Farbe
CINEMABSTRUSO & friends

Das gesamte Fußballcamp wurde im Rahmen einer filmischen Dokumentation begleitet und in Form einer Multimedia DVD herausgegeben. Diese sollte allen Teilnehmerinnen die Möglichkeit geben, die gewonnenen Erfahrungen und Eindrücke mit in ihre Heimatländer zu nehmen und weiter zu vermitteln.



Traueranzeige

Tief bewegt nahmen wir zur Kenntnis, dass am 24. Februar 2010 unsere langjährige algerische Projektpartnerin, Frau Assia Merahba, im Alter von nur 55 Jahren verstorben ist.

Die frühere algerische Volleyball-Nationalspielerin widmete sich nach dem (krankheitsbedingten) Ende ihrer sportlichen Karriere mit ganzer Kraft der Unterstützung und Förderung des Frauensports in Algerien: Seit 1997 war Assia Präsidentin der „Association Nationale pour la Promotion et le Développement du Sport Féminin“. Im Rahmen dieser Arbeit kam auch unser Kontakt zustande und sie nahm zwei Mal mit einer Gruppe junger algerischer Fußballspielerinnen an unserem Projekt „Kick it!“ teil. Dabei entstand die Idee, ein ähnliches Projekt in Algerien umzusetzen. Für dessen Verwirklichung hat Assia bis zuletzt gekämpft.
Die Erinnerung an diese herzliche, starke, lebenslustige Frau wird uns begleiten und bei unserer weiteren Arbeit inspirieren.

Assia, du warst eine gute Kollegin und ein wunderbarer Mensch – du wirst uns fehlen.
الله يرحمك

Kick it! 2008

... die Ausrichtung der Fußballweltmeisterschaft löste in Deutschland eine einmalige Atmosphäre der Fußballeuphorie aus. 2008 wurde in Österreich und der Schweiz die Europameisterschaft ausgetragen.
Diese Begeisterung nutzte der eurient, um frei nach dem Motto: „Die Welt zu Gast bei Freunden“ ein internationales Fußballcamp für Frauen in Leipzig zu organisieren. Die Zielgruppen des Projekts waren junge Fußballerinnen aus arabischen Ländern und Europa.
Mannschaften aus Jordanien, Algerien, der Türkei, Norwegen, Serbien und Deutschland wurden vom 4. bis 16. August 2008 nach Leipzig eingeladen. Das Projekt organisierte der eurient e. V. in Zusammenarbeit mit dem LFC 07, der Faninitiative "Bunte Kurve" und dem iaf e.V. Leipzig.
Die Durchführung der sportlichen Trainingseinheiten und zudem die Bereitstellung von trainingsplätzen übernahm der LFC 07. Die Trainingseinheiten fanden täglich statt und richteten sich darauf, Gruppendynamiken zu unterstützen und das gegenseitige kennenlernen spielerisch zu gestalten. So bestand die optimale Möglichkeit, andere Trainingsmethoden und Techniken kennen zu lernen und anschließend auch in das Training in den Heimatländern zu integrieren.
Sportlicher und auch öffentlichkeitswirksamer Höhepunkt war das Abschlussturnier, zu dem vier gemischte Teams gebildet wurden. Zusätzlich waren vier lokale Frauenteams eingeladen. Die finale Siegerehrung wurde vom Leipziger Sportbürgermeister Heiko Rosenthal vorgenommen, welcher zudem als Schirmherr des Projektes fungierte.

Zweiter wichtiger Bestandteil von "Kick it!" waren die interkulturellen Trainingseinheiten. Hierbei wurden Übungen zur individuellen Wahrnehmung durchgeführt, in deren Verlauf die Teilnehmerinnen lernten, eigene Eindrücke und Überzeugungen zu hinterfragen. Ein weiterer Schwerpunkt des interkulturellen Trainings war der Bereich Empowerment, der Strategien vermittelte, sich der eigenen Fähigkeiten bewußt zu werden, sich durchzusetzen, Konflikte zu meistern und dadurch mehr Selbstbewußtsein zu erlangen.

Diese beiden Trainingseinheiten wurden begleitet von einem umfangreichen Rahmenprogramm, welches eine öffentliche Podiumsdiskussion "Von Algier bis Leipzig" zum Thema Frauenfußball weltweit, die Filmvorführung "Football under cover", einen öffentlichen interkulturellen Abend sowie eine Fahrt zum Sächsischen Landtag nach Dresden umfasste.

Presseartikel vom 26.07.2008 in Leipzigseiten.de 
Weitere Pressestimmen über das Projekt

Das Projekt wird finanziert durch:



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