MUSALSAL ... DOKUMENTARFILME AUS NAHOST
... in Kooperation mit der Cinémathèque Leipzig e.V.
zeigen wir monatlich Dokumentarfilme aus und über den Nahen Osten und laden Referenten zu einer anschließenden Diskussion mit dem Publikum ein. Das Projekt wird von Liza Franke und Constance Fricker geleitet.
NÄCHSTER FILM:
Datum: 13. November 2008
Beginn: 19.30 Uhr
Veranstaltungsort: naTo, Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig
Eintritt: 4 ermäßigt 3 Euro
Where in the World is Osama Bin Laden?
USA 2008, 94 min., OVmU
Regie: Morgan Spurlock
Regie: Morgan Spurlock
25 Millionen US$ sind als Belohnung auf ihn angesetzt. Seit 2001 durchkämmen tausende von US-Soldaten die Berge im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet, um den zu fassen, der nicht zu fassen ist: Osama bin Laden, mutmaßlicher Drahtzieher des 11. September und weiterer verheerender Anschläge. Doch die Hoffnung auf eine Verhaftung des Staatsfeind scheint mittlerweile zu schwinden. Eine Sondereinheit des CIA wurde mangels Erfolge bereits eingestellt.
Nun, da sich die 2. Amtszeit des "Chefkriegers gegen den Terror" dem Ende nähert, macht sich ein einsamer und entschlossener Amerikaner auf den Weg, das letzte Geheimnis dieser Welt zu lüften. Nach bewährter "Michael-Moore-Manier" und bewaffnet mit Kamera und Mikro zieht "Super-Size-Me"-Regisseur Morgan Spurlock, nach seinem Kreuzzug gegen die Burger-XXl-Gesellschaft, in das letzte Gefecht gegen die amerikanische Ohnmacht.
Spurlock zieht auf seiner Suche durch die Städte des Nahen Osten, interviewt Menschen auf der Straße, erkundigt sich beim Shoppen am Golf und schreckt auch nicht davor zurück, wagemutig in die eine oder andere Höhle von Tora-Bora zu rufen: "Where in the world is Osama bin Laden?". Herausgekommen ist eine humorvolle Dokumentation, die vor allem eines aufdeckt: Der Kampf gegen den Terror und IHN, Osama bin Laden, lebt von der Angst in den Köpfen der Menschen und kann mit militärischen Mitteln nur scheitern.
Nun, da sich die 2. Amtszeit des "Chefkriegers gegen den Terror" dem Ende nähert, macht sich ein einsamer und entschlossener Amerikaner auf den Weg, das letzte Geheimnis dieser Welt zu lüften. Nach bewährter "Michael-Moore-Manier" und bewaffnet mit Kamera und Mikro zieht "Super-Size-Me"-Regisseur Morgan Spurlock, nach seinem Kreuzzug gegen die Burger-XXl-Gesellschaft, in das letzte Gefecht gegen die amerikanische Ohnmacht.
Spurlock zieht auf seiner Suche durch die Städte des Nahen Osten, interviewt Menschen auf der Straße, erkundigt sich beim Shoppen am Golf und schreckt auch nicht davor zurück, wagemutig in die eine oder andere Höhle von Tora-Bora zu rufen: "Where in the world is Osama bin Laden?". Herausgekommen ist eine humorvolle Dokumentation, die vor allem eines aufdeckt: Der Kampf gegen den Terror und IHN, Osama bin Laden, lebt von der Angst in den Köpfen der Menschen und kann mit militärischen Mitteln nur scheitern.
BISHERIGE FILME DER REIHE:
I am the One who Brings the Flowers to her Grave
09. Oktober 2008
Syrien/Frankreich 2006, 105 min
Arabisch mit englischen UT
Regie: Hala Alabdallah, Ammar Albeik
Es geht um Leben im Exil, um die Geschichte Syriens, und um drei syrische Emigranten, die schon lange in Frankreich leben. Auch die Regisseurin kehrt nach Syrien zurück: „Ich spreche zu diesen Straßen, drücke meine Zweifel und Gewissheiten aus, während ich Drehorte für die Filme suche, die ich die letzten zwanzig Jahren geträumt habe zu machen. Meine Freundinnen offenbaren sich meiner Kamera, sprechen für mich und klären den Nebel vor meinen Augen. Ich suche Schutz am Meer: meine vergessene Kindheit, mein Mysterium, das heilige Grab der Poesie“
Ein syrisch-französischer Kunstfilm – teils Dokumentation, teils Reisebericht, teils Tagebuch.
Arabisch mit englischen UT
Regie: Hala Alabdallah, Ammar Albeik
Es geht um Leben im Exil, um die Geschichte Syriens, und um drei syrische Emigranten, die schon lange in Frankreich leben. Auch die Regisseurin kehrt nach Syrien zurück: „Ich spreche zu diesen Straßen, drücke meine Zweifel und Gewissheiten aus, während ich Drehorte für die Filme suche, die ich die letzten zwanzig Jahren geträumt habe zu machen. Meine Freundinnen offenbaren sich meiner Kamera, sprechen für mich und klären den Nebel vor meinen Augen. Ich suche Schutz am Meer: meine vergessene Kindheit, mein Mysterium, das heilige Grab der Poesie“
Ein syrisch-französischer Kunstfilm – teils Dokumentation, teils Reisebericht, teils Tagebuch.
Sounds of Silence/Sot-e Sokout
18. September 2008
UK/D/Iran 2006, 86 min, OmeU
Regie: Amir Hamz & Mark Lazarz
Regie: Amir Hamz & Mark Lazarz
Iran - jenseits alarmierender Schlagzeilen über ein totalitäres Regime befindet sich eine sprudelnde Subkultur, die v.a. im musikalischen Bereich äußerst aktiv ist. Der Film porträtiert wichtige Vertreter dieser iranischen Underground-Musikszene. Sie kämpfen um das Überleben ihrer Musik, allen Reglementarien des Regimes zum Trotz, für ein Stück Populärkultur. Der Rapper Sorush und die Sängerin Atma wollen einfach nur Musik machen – und zwar obwohl oder gerade weil sie sich im ständigen Konflikt mit der staatlichen Zensurbehörde Ershad befinden. Sie zitieren aus dem Koran oder interpretieren mit einer Fusion aus Electronica und Rock den iranischen Philosophen Molana (13. Jahrhundert) völlig neu. Auch ohne die Erlaubnis der Behörde Ershad vertreiben sie ihre Musik über das Internet. Doch zwischen moderner Entwicklung und traditionell konservativen Strukturen reflektiert ihre Musik vor allen Dingen eines: den Respekt vor der iranischen Kultur.
Anschließend wird es ein Gespraech mit dem Regisseur Amir Hamz geben.
Anschließend wird es ein Gespraech mit dem Regisseur Amir Hamz geben.
SALATA BALADI
17. Juli 2008
Ägypten/Schweiz/Frankreich 2007, 104 min, arabisch/hebräisch/italienisch mit englischen Untertiteln,
Regie: Nadia Kamel
Mary Kamel erzählt ihrem Enkel Nabeel die Familiengeschichte: Die Familie sei ein „Salata baladi“, ein „Salat nach Landesart“ mit vielen verschiedenen Zutaten. Mary ist gleichzeitig Jüdin, Christin und Muslimin. Sie wurde in Kairo als Tochter eines ägyptischen Juden und einer italienischen katholischen Mutter geboren und ist seit ihrer Heirat mit dem ägyptischen Schriftsteller Sa'ad Kamel zum Islam konvertiert. Wehmütig erzählt sie ihrem Enkel, wie kosmopolitisch Ägypten Mitte des 20. Jahrhunderts war.
Auf den Spuren ihrer Familie reist Mary mit dem keinen Nabeel und ihrer Tochter Nadia – der Regisseurin –nach Italien und nach Israel, um ihren Cousin das erste mal seit 1946 wieder zu sehen.
Eine berührende Geschichte über Menschlichkeit, Familie und Vielfalt.
Im Anschluss Gespräche mit der Erfurter Islamwissenschaftlerin Konstanze Gemeinhardt-Buschhardt über das Ägypten der letzten 70 Jahre, das kosmopolitisch, religiös, traditionell und modern war.
Regie: Nadia Kamel
Mary Kamel erzählt ihrem Enkel Nabeel die Familiengeschichte: Die Familie sei ein „Salata baladi“, ein „Salat nach Landesart“ mit vielen verschiedenen Zutaten. Mary ist gleichzeitig Jüdin, Christin und Muslimin. Sie wurde in Kairo als Tochter eines ägyptischen Juden und einer italienischen katholischen Mutter geboren und ist seit ihrer Heirat mit dem ägyptischen Schriftsteller Sa'ad Kamel zum Islam konvertiert. Wehmütig erzählt sie ihrem Enkel, wie kosmopolitisch Ägypten Mitte des 20. Jahrhunderts war.
Auf den Spuren ihrer Familie reist Mary mit dem keinen Nabeel und ihrer Tochter Nadia – der Regisseurin –nach Italien und nach Israel, um ihren Cousin das erste mal seit 1946 wieder zu sehen.
Eine berührende Geschichte über Menschlichkeit, Familie und Vielfalt.
Im Anschluss Gespräche mit der Erfurter Islamwissenschaftlerin Konstanze Gemeinhardt-Buschhardt über das Ägypten der letzten 70 Jahre, das kosmopolitisch, religiös, traditionell und modern war.
FORGET BAGHDAD
29. April 2008
Schweiz/Deutschland 2002, 110 min, Original mit deutschen Untertiteln, Regie: Samir
Jüdische Araber? Arabische Juden? Sephardim? Mizrahim? Das Leben arabischer Juden in ihrer früheren Heimat Bagdad und nun in Israel - fünf außergewöhnliche Intellektuelle erzählen von ihrer Emigration und dem Zusammenprall der Kulturen.
Regisseur Samir zeigt, in Interviews und mit faszinierendem Archivmaterial, eine lang vergessene Geschichte aus dem Nahen Osten: der Emigration irakischer Juden nach Israel. Erst seit wenigen Jahren findet in Israel eine lebhafte Debatte statt: Intellektuelle Mizrahim, orientalische Juden, kritisieren die Politik der Entfremdung und Instrumentalisierung der arabischen Juden durch die kolonialen Ansprüche der europäisch geprägten Gründergeneration Israels.
Im Anschluss Diskussion über die Identität arabisch-jüdischer Israelis mit Omar Kamil, Simon-Dubnow-Instutut für jüdische Geschichte und Kultur.
Jüdische Araber? Arabische Juden? Sephardim? Mizrahim? Das Leben arabischer Juden in ihrer früheren Heimat Bagdad und nun in Israel - fünf außergewöhnliche Intellektuelle erzählen von ihrer Emigration und dem Zusammenprall der Kulturen.
Regisseur Samir zeigt, in Interviews und mit faszinierendem Archivmaterial, eine lang vergessene Geschichte aus dem Nahen Osten: der Emigration irakischer Juden nach Israel. Erst seit wenigen Jahren findet in Israel eine lebhafte Debatte statt: Intellektuelle Mizrahim, orientalische Juden, kritisieren die Politik der Entfremdung und Instrumentalisierung der arabischen Juden durch die kolonialen Ansprüche der europäisch geprägten Gründergeneration Israels.
Im Anschluss Diskussion über die Identität arabisch-jüdischer Israelis mit Omar Kamil, Simon-Dubnow-Instutut für jüdische Geschichte und Kultur.
AMINA
20. März 2008
Frankreich/Jemen 2007, 74 min, Original mit englischen Untertiteln, Regie: Khadija Al-Salami
Amina wurde zum Tode verurteilt. Sie soll ihren Ehemann, mit dem sie 11jährig verheiratet wurde, ermordet haben. Sie selbst beteuert es nicht getan zu haben, und beschuldigt einen Cousin ihres Mannes. Nach einem Streit habe dieser ihren Mann getötet. Während ihrer langen Inhaftierung, für die Urteilssprechung war sie zunächst zu jung, wurde Amina von einem Gefängniswärter vergewaltigt. Sie wurde schwanger. Für ihre Angehörigen ein Grund mehr, den Kontakt zu Amina abzubrechen - die Ehre der Familie ist in Gefahr.
Die Dokumentation rekonstruiert Aminas Geschichte, begleitet sie während ihres alltäglichen Lebens hinter Gittern und bei dem Warten auf ihre bevorstehende und durch die Geburt ihres Sohnes nur aufgeschobene Exekution. Anhand von Zeitungsberichten recherchierte Regisseurin Khadija Al-Salami zunächst Aminas Geschichte. Später besuchte sie die junge Frau im Gefängnis. Ihr Film verhandelt AMINAS Schicksal als beispielhaft für die rechtlichen und sozialen Schmähungen gegenüber arabischen Frauen.
Gespräch zum Film im Anschluss.
Amina wurde zum Tode verurteilt. Sie soll ihren Ehemann, mit dem sie 11jährig verheiratet wurde, ermordet haben. Sie selbst beteuert es nicht getan zu haben, und beschuldigt einen Cousin ihres Mannes. Nach einem Streit habe dieser ihren Mann getötet. Während ihrer langen Inhaftierung, für die Urteilssprechung war sie zunächst zu jung, wurde Amina von einem Gefängniswärter vergewaltigt. Sie wurde schwanger. Für ihre Angehörigen ein Grund mehr, den Kontakt zu Amina abzubrechen - die Ehre der Familie ist in Gefahr.
Die Dokumentation rekonstruiert Aminas Geschichte, begleitet sie während ihres alltäglichen Lebens hinter Gittern und bei dem Warten auf ihre bevorstehende und durch die Geburt ihres Sohnes nur aufgeschobene Exekution. Anhand von Zeitungsberichten recherchierte Regisseurin Khadija Al-Salami zunächst Aminas Geschichte. Später besuchte sie die junge Frau im Gefängnis. Ihr Film verhandelt AMINAS Schicksal als beispielhaft für die rechtlichen und sozialen Schmähungen gegenüber arabischen Frauen.
Gespräch zum Film im Anschluss.
IRAK – Kein Frieden ohne Gerechtigkeit
26. Februar 2008
Deutschland 2004, 45 min, Regie: Stefanie Landgraf, Johannes Gulde
Irakische Opferorganisationen mahnen: Die täglichen Schlagzeilen über Kämpfe, Geiselnahmen und Folterskandale verdrängen noch immer die Gräueltaten des Regimes, das etwa zwei Millionen Opfer gefordert hat. Unter ihm litten etwa zehn Millionen Menschen - kaum eine Familie, die davon nicht betroffen war. Ibrahim Al-Basri studierte in den 60er Jahren in Leipzig Sportmedizin, wurde im Irak erst ein Leibarzt Saddam Husseins, wandelte sich dann zum Regimegegner, und wurde schließlich inhaftiert und gefoltert. Im Sommer 2003, wenige Wochen nach dem Krieg, gründete er die Opferorganisationen „Iraqi Humanity Association for Victims of Saddam's Regime“, die medizinische Hilfe für Folteropfer fordert. Eine andere Opferorganisation, die „Free Prisoners Association“ archiviert die Akten, in denen der Geheimdienst Verhaftungen und Folterungen festhielt.
Irakische Opferorganisationen mahnen: Die täglichen Schlagzeilen über Kämpfe, Geiselnahmen und Folterskandale verdrängen noch immer die Gräueltaten des Regimes, das etwa zwei Millionen Opfer gefordert hat. Unter ihm litten etwa zehn Millionen Menschen - kaum eine Familie, die davon nicht betroffen war. Ibrahim Al-Basri studierte in den 60er Jahren in Leipzig Sportmedizin, wurde im Irak erst ein Leibarzt Saddam Husseins, wandelte sich dann zum Regimegegner, und wurde schließlich inhaftiert und gefoltert. Im Sommer 2003, wenige Wochen nach dem Krieg, gründete er die Opferorganisationen „Iraqi Humanity Association for Victims of Saddam's Regime“, die medizinische Hilfe für Folteropfer fordert. Eine andere Opferorganisation, die „Free Prisoners Association“ archiviert die Akten, in denen der Geheimdienst Verhaftungen und Folterungen festhielt.
NACH DEM KRIEG - Leben im Irak
26. Februar 2008
Deutschland 2004, 22 min, Regie: Stefanie Landgraf, Johannes Gulde
Jugendliche aus Bagdad zeigen ihre ganz persönliche Sicht auf das Leben im Irak nach dem Einmarsch der Amerikaner.
Einige verbringen viel Zeit in der Jugendgruppe einer Moschee, nehmen am Koran-Unterricht Teil und nutzen die Freizeitangebote. Die 18-jährige Wurud und ihre beiden jüngeren Brüder dagegen sitzen in den Sommerferien die meiste Zeit im Haus – draußen ist es wegen der Anschläge und Entführungen zu gefährlich. Im Satellitenfernsehen, das unter Saddam Hussein verboten war, sehen sie arabische und amerikanische Videoclips. Sie reden über das Verhältnis zwischen Jungs und Mädchen, über das Ende der Diktatur und die US-Besatzung.
Jugendliche aus Bagdad zeigen ihre ganz persönliche Sicht auf das Leben im Irak nach dem Einmarsch der Amerikaner.
Einige verbringen viel Zeit in der Jugendgruppe einer Moschee, nehmen am Koran-Unterricht Teil und nutzen die Freizeitangebote. Die 18-jährige Wurud und ihre beiden jüngeren Brüder dagegen sitzen in den Sommerferien die meiste Zeit im Haus – draußen ist es wegen der Anschläge und Entführungen zu gefährlich. Im Satellitenfernsehen, das unter Saddam Hussein verboten war, sehen sie arabische und amerikanische Videoclips. Sie reden über das Verhältnis zwischen Jungs und Mädchen, über das Ende der Diktatur und die US-Besatzung.
CLOSE-UP KURDISTAN
23. Januar 2008
Deutschland 2007, 104 min, Original mit Untertiteln, Regie: Yüksel Yavuz
Mit "Close-up Kurdistan" stellt der Regisseur Yüksel Yavuz eine Verbindung zwischen seiner persönlichen Geschichte als Immigrant und dem aktuellen Stand des türkisch–kurdischen Konflikts her. Seine Reise beginnt in Hamburg, wo er heute lebt, führt ihn nach Stockholm und in die Türkei und endet im Flüchtlingslager Maxmur im irakischen Kurdistan. Nach dem Besuch bei seinen Eltern im Dorf begegnet er Verwandten, alten Freunden und anderen Protagonisten in Ankara, Istanbul, Diyarbakir, in ländlichen Gebieten und im kurdischen Teil vom Irak.
Yüksel Yavuz wird bei der Vorführung anwesend sein und steht dem Publikum im Anschluss für Fragen zur Verfügung.
Mit "Close-up Kurdistan" stellt der Regisseur Yüksel Yavuz eine Verbindung zwischen seiner persönlichen Geschichte als Immigrant und dem aktuellen Stand des türkisch–kurdischen Konflikts her. Seine Reise beginnt in Hamburg, wo er heute lebt, führt ihn nach Stockholm und in die Türkei und endet im Flüchtlingslager Maxmur im irakischen Kurdistan. Nach dem Besuch bei seinen Eltern im Dorf begegnet er Verwandten, alten Freunden und anderen Protagonisten in Ankara, Istanbul, Diyarbakir, in ländlichen Gebieten und im kurdischen Teil vom Irak.
Yüksel Yavuz wird bei der Vorführung anwesend sein und steht dem Publikum im Anschluss für Fragen zur Verfügung.
KNOWLEDGE IS THE BEGINNING
11. Dezember 2007
Deutschland 2006, 115 min, deutsch und englisch mit deutschen Untertiteln, Regie: Paul Smaczny
Wenn sich ein syrischer und ein israelischer Jugendlicher in einem Orchester ein Notenpult teilen und außerdem noch ägyptische, palästinensische, jordanische und libanesische Jugendliche mitspielen, dann ist das eine Sensation. "Knowledge is the Beginning" erzählt die Geschichte des so außergewöhnlichen wie aufsehenerregenden Projektes des West-Eastern Divan Orchestras.
Das 1999 von Daniel Barenboim und Edward Said gegründete Orchester besteht aus jungen Musikern, die aus Israel, Palästina, Syrien, Ägypten, Libanon, Jordanien und Europa stammen. Die Langzeitdokumentation schlägt einen Bogen über sieben Jahre Orchester-Geschichte: von den Anfängen 1999 in Weimar bis zum triumphalen Konzert in Ramallah im Sommer 2005. Der Film von zeigt, welchen Schwierigkeiten die Musiker ausgesetzt sind, wie die politische Realität das alltägliche Leben und Arbeiten beeinflusst und was das gemeinsame Musizieren zu bewirken vermag.
Preise
International Emmy Award 2006
ECHO Klassik 2006
FIPA D’OR Grand Prize 2007
DOCFEST Palermo 2007
Basel-Kalsruhe-Forum 2007
San Diego Jewish Film Festival
Best Arts Doc Banff 2007
Rodos Ecofilms 2007
Nach der Vorführung wird der Leipziger Regisseur Paul Smaczny Fragen zu seinem Film beantworten können und Impulse für eine anschließende Diskussion geben.
Wenn sich ein syrischer und ein israelischer Jugendlicher in einem Orchester ein Notenpult teilen und außerdem noch ägyptische, palästinensische, jordanische und libanesische Jugendliche mitspielen, dann ist das eine Sensation. "Knowledge is the Beginning" erzählt die Geschichte des so außergewöhnlichen wie aufsehenerregenden Projektes des West-Eastern Divan Orchestras.
Das 1999 von Daniel Barenboim und Edward Said gegründete Orchester besteht aus jungen Musikern, die aus Israel, Palästina, Syrien, Ägypten, Libanon, Jordanien und Europa stammen. Die Langzeitdokumentation schlägt einen Bogen über sieben Jahre Orchester-Geschichte: von den Anfängen 1999 in Weimar bis zum triumphalen Konzert in Ramallah im Sommer 2005. Der Film von zeigt, welchen Schwierigkeiten die Musiker ausgesetzt sind, wie die politische Realität das alltägliche Leben und Arbeiten beeinflusst und was das gemeinsame Musizieren zu bewirken vermag.
Preise
International Emmy Award 2006
ECHO Klassik 2006
FIPA D’OR Grand Prize 2007
DOCFEST Palermo 2007
Basel-Kalsruhe-Forum 2007
San Diego Jewish Film Festival
Best Arts Doc Banff 2007
Rodos Ecofilms 2007
Nach der Vorführung wird der Leipziger Regisseur Paul Smaczny Fragen zu seinem Film beantworten können und Impulse für eine anschließende Diskussion geben.
INSIDE OUT
16. November 2007
Iran 2006, Persisch mit englischen Untertiteln, 40 min, Regie: Zoreh Shayesteh
Arash rückt das Kopftuch zurecht und strahlt: Der 18jährige kam im Iran als Junge zur Welt, bewegt sich aber heute als Frau in den Straßen von Teheran. Der Film porträtiert Arash und zwei andere Transsexuelle: Maria, eine Frau mittleren Alters, die als Mann Vater von drei Kindern war, und den jungen Mann Saman (vormals weiblichen Geschlechts), der frisch verheiratet ist. In intimen Gesprächen erzählen Maria, Saman und Arash ihre persönlichen Geschichten. Sie sprechen über den lebenslangen Kampf mit der Unzufriedenheit, ihre angeborene Geschlechtsidentität, Hormontherapie und Geschleschtsumwandlung.
Auch ein Geistlicher, ein iranischer Psychiater und ein Chirurg kommen zu Wort und erklären etwa, dass die Mehrheit der religiösen iranischen Führung Geschlechtsumwandlungen von Transsexuellen für ein Menschenrecht hielten.
Diese einfühlsame Dokumentation versucht, die Feststellung Marias "Nur ein Mensch der seinen Schmerz erlebt hat, kann das verstehen" etwas abzumildern und dem Zuschauer einen Einblick in die Natur dieser noch oft unverstandenen Lebensumstände zu bieten.
Anschließend:
Diskussion über Iran, Geschlechterrollen und Transgender. Referentin: Katja Föllmer, Iranistin und Gender-Forscherin an der Universität Göttingen.
Arash rückt das Kopftuch zurecht und strahlt: Der 18jährige kam im Iran als Junge zur Welt, bewegt sich aber heute als Frau in den Straßen von Teheran. Der Film porträtiert Arash und zwei andere Transsexuelle: Maria, eine Frau mittleren Alters, die als Mann Vater von drei Kindern war, und den jungen Mann Saman (vormals weiblichen Geschlechts), der frisch verheiratet ist. In intimen Gesprächen erzählen Maria, Saman und Arash ihre persönlichen Geschichten. Sie sprechen über den lebenslangen Kampf mit der Unzufriedenheit, ihre angeborene Geschlechtsidentität, Hormontherapie und Geschleschtsumwandlung.
Auch ein Geistlicher, ein iranischer Psychiater und ein Chirurg kommen zu Wort und erklären etwa, dass die Mehrheit der religiösen iranischen Führung Geschlechtsumwandlungen von Transsexuellen für ein Menschenrecht hielten.
Diese einfühlsame Dokumentation versucht, die Feststellung Marias "Nur ein Mensch der seinen Schmerz erlebt hat, kann das verstehen" etwas abzumildern und dem Zuschauer einen Einblick in die Natur dieser noch oft unverstandenen Lebensumstände zu bieten.
Anschließend:
Diskussion über Iran, Geschlechterrollen und Transgender. Referentin: Katja Föllmer, Iranistin und Gender-Forscherin an der Universität Göttingen.
CONTROL ROOM
17. Oktober 2007
Ägypten/USA 2004, Arabisch und Englisch mit deutscher Synchronisation, 43 min, Regie: Jehane Noujaim
Die Terroranschläge vom 11. September 2001 und der Irak-Krieg 2004 katapultierten den arabischen Satelliten-Sender in die weltweite Wahrnehmung: Al Jazeera, 1996 als erster unabhängiger Nachrichtenkanal der arabischen Welt gegründet. Die Dokumentation begleitet Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Senders bei ihrer Berichterstattung über den Irak im Kriegsjahr 2004.
Nach der Vorführung wird Carola Richter, Medienwissenschaftlerin an der Uni Erfuhrt Impulse für eine anschließende Diskussion geben und für Fragen zu Verfügung stehen.
Die Terroranschläge vom 11. September 2001 und der Irak-Krieg 2004 katapultierten den arabischen Satelliten-Sender in die weltweite Wahrnehmung: Al Jazeera, 1996 als erster unabhängiger Nachrichtenkanal der arabischen Welt gegründet. Die Dokumentation begleitet Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Senders bei ihrer Berichterstattung über den Irak im Kriegsjahr 2004.
Nach der Vorführung wird Carola Richter, Medienwissenschaftlerin an der Uni Erfuhrt Impulse für eine anschließende Diskussion geben und für Fragen zu Verfügung stehen.
IN WORKING PROGRESS
19. September 2007
... der Film In working progress bildet den Auftakt zur Reihe "Musalsal ... Dokumentarfilme aus Nahost".
Israel 2007, Original mit englischen Untertiteln, 70 min, Regie: Alexandre Goetschmann, Guy Davidi
Während des israelischen Rückzugs aus dem Gazastreifen wächst westlich von Ramallah eine neue Stadt: Modi''in Ilit. Die Bauarbeiter kommen aus dem benachbarten palästinensischen Dorf Bilin. Einer von ihnen ist Maher Hatib, seit Beginn der zweiten Intifada arbeitslos und hoch verschuldet. Er arbeitet entgegen seiner Überzeugung an der neuen Siedlung, die auf Land gebaut wird, das zu seinem Dorf gehörte.
An einem Arbeitstag, der kaum Zeit für Pausen läßt, fliegen Worte durch die Luft, öffnen ein Fenster zu den Gefühlen der Arbeiter für das Land, das sie früher als Ackerland und Weiden nutzten. Ihre Ablehnung bleibt lautlos angesichts der paradoxen Situation: Ihre Arbeit unterstüzt jene Politik, durch die sie ihr Land verloren haben und die vorsieht, weiteres Land zu okkupieren.
Baubeginn war hier kurz nach dem Oslo-Abkommen. Heute ist Modi''in Ilit die größte Siedlung in den besetzten palästinensischen Gebieten.
Anschließend wird der Regisseur Guy Davidi für Fragen zur Verfügung stehen.
Während des israelischen Rückzugs aus dem Gazastreifen wächst westlich von Ramallah eine neue Stadt: Modi''in Ilit. Die Bauarbeiter kommen aus dem benachbarten palästinensischen Dorf Bilin. Einer von ihnen ist Maher Hatib, seit Beginn der zweiten Intifada arbeitslos und hoch verschuldet. Er arbeitet entgegen seiner Überzeugung an der neuen Siedlung, die auf Land gebaut wird, das zu seinem Dorf gehörte.
An einem Arbeitstag, der kaum Zeit für Pausen läßt, fliegen Worte durch die Luft, öffnen ein Fenster zu den Gefühlen der Arbeiter für das Land, das sie früher als Ackerland und Weiden nutzten. Ihre Ablehnung bleibt lautlos angesichts der paradoxen Situation: Ihre Arbeit unterstüzt jene Politik, durch die sie ihr Land verloren haben und die vorsieht, weiteres Land zu okkupieren.
Baubeginn war hier kurz nach dem Oslo-Abkommen. Heute ist Modi''in Ilit die größte Siedlung in den besetzten palästinensischen Gebieten.
Anschließend wird der Regisseur Guy Davidi für Fragen zur Verfügung stehen.













