Der arabische Frühling aus Sicht der (arabischen) Intellektuellen
Es ist eine Tatsache, dass auch im universitären Bereich fast ausschließlich über arabisch-islamisches Denken debattiert wird, ohne die entsprechenden Protagonisten selbst zu Wort kommen zu lassen. Des Weiteren rekurriert man in den entsprechenden Ebenen vor allem auf bekannte Philosophen der Vergangenheit wie Averroes. Dabei wird man der immensen Bandbreite an Themen, Meinungen, Personen, Werken usw. bis heute nicht gerecht und führt ein entsprechend eindimensionales Bild weiter fort.
Diese Lücke möchte die Reihe „Der arabische Frühling aus der Sicht der (arabischen) Intellektuellen“ schließen und drei bis fünf Veranstaltungen in Leipzig anbieten. Parallel dazu finden ähnliche Veranstaltungen mit einem Teil der Referenten auch am Centrum für Nah- und Mittelost-Studien (CNMS) Marburg und am Institut für Philosophie an der Universität Kassel stattfinden.
So ist es uns möglich, Referenten aus dem europäischen Ausland einzuladen und sie einem breiten – vorwiegend akademischen – Publikum vorzustellen.
Diese Lücke möchte die Reihe „Der arabische Frühling aus der Sicht der (arabischen) Intellektuellen“ schließen und drei bis fünf Veranstaltungen in Leipzig anbieten. Parallel dazu finden ähnliche Veranstaltungen mit einem Teil der Referenten auch am Centrum für Nah- und Mittelost-Studien (CNMS) Marburg und am Institut für Philosophie an der Universität Kassel stattfinden.
So ist es uns möglich, Referenten aus dem europäischen Ausland einzuladen und sie einem breiten – vorwiegend akademischen – Publikum vorzustellen.
Demokratie und Islamismus in der islamischen Welt
Donnerstag, 23. Juni 2011, 20:00 Uhr
Referent: Sadik Jalel al-Azm (Syrien)
Moderator: Daniel Kinitz
Ort: VHS Leipzig , Löhrstraße 3 - 7
Wir haben mit Sadik J. al-Azm einen hervorstechenden arabischen Denker und emeritierten Professor für Europäische Philosophie der Universität Damaskus nach Leipzig eingeladen. Er wird gemeinsam mit Aysegül Gökalp von der Kocaeli Universität die verschiedenen Wege diskutieren, die den islamisch geprägten Gesellschaften offen stehen.
Sadiq al-Azm ist für kritische Positionen bekannt, für die er in Syrien mehrfach Repressionen in Kauf nehmen musste. Sein Blick richtet sich jedoch nicht nur auf die arabischen Gesellschaften, sondern ebenso auf die Stereotype, die in Europa über diese verbreitet sind. In seinen Schriften, in seinen Interviews und bei Auftritten in der Öffentlichkeit versucht er die starren Vorstellungen von einer Spaltung der Welt in Orient und Okzident zu überwinden.
Alle Informationen auch im praktischen Druckformat
Sadiq al-Azm ist für kritische Positionen bekannt, für die er in Syrien mehrfach Repressionen in Kauf nehmen musste. Sein Blick richtet sich jedoch nicht nur auf die arabischen Gesellschaften, sondern ebenso auf die Stereotype, die in Europa über diese verbreitet sind. In seinen Schriften, in seinen Interviews und bei Auftritten in der Öffentlichkeit versucht er die starren Vorstellungen von einer Spaltung der Welt in Orient und Okzident zu überwinden.
Alle Informationen auch im praktischen Druckformat
Reform, Subversion und Revolution in der islamischen Welt - Thesen zum Verständnis der aktuellen Situation
Montag, 04. Juli 2011
Referenten: Aziz al-Arab Benani (Marokko) und Sarhan Dhouib (Kassel)
Moderator: Georg Meggle (Leipzig)
Die revolutionären Ereignisse in der arabischen Welt sind ohne eine genaue Analyse der kulturellen und politischen Faktoren schwer begreiflich. Die folgende Veranstaltung ist kulturpolitisch und -philosphisch angelgt und bietet Reflexionen zu aktuellen und brisanten Themen in der arabischen Welt. Die Gäste werden konstruktive Auseinandersetzungen über Fragen der Rationalität, des Islamismus, der Sozialphilosophie, der Interkulturalität, des Dialogs der Kulturen und der Menschenrechte führen. Vor diesem Hintergrund werden die Begriffe der Reform, Subversion und Revolution im politischen, kulturellen und philosophischen Kontext thematisiert.
Humanismus und Interkulturalität
Ende Oktober
Referenten: Mohamed Turki (Tunesien) und Alfonso de Toro (Leipzig)
Moderator: Pierre Hecker
Die Veranstaltung muss leider entfallen
Im Zuge der revolutionären Prozesse in der arabischen Welt stellt sich nun die Frage nach der Sinnhaftigkeit und politisch-gesellschaftlichen Relevanz bestimmter Wertvorstellungen und Normen, die als universal gelten. Dazu gehören Begriffe wie Humanismus, Menschenrechte und Menschenwürde, die bisher zu den Grundsätzen internationalen Rechts zählen, jedoch in manchen arabisch-islamischen Ländern nicht mehr beachtet werden. Ausgehend von einer kritischen Analyse der aktuellen Ereignisse gehen wir der Frage nach, inwieweit diese Normen inter- und transkulturell aufgefasst und neu interpretiert werden können.
Islamischer Feminismus und sein Einfluss auf die Erneuerungsbewegungen
Ende November
Referenten: Fahmi Jadaane (Jordanien) und N.N.
Moderator: Pierre Hecker
Die Veranstaltung muss leider entfallen
Der Feminismus ist ein aktuelles Thema, das mit der Frauenbewegung in der arabischen Welt verbunden ist. Seit dem 19 Jahrhundert spielt die Frauenbewegung in der arabischen Welt eine wichtige Rolle in der Entstehung eines neuen Bewusstseins. In den letzten Jahren ist eine Frauenbewegung entstanden, die häufig als „islamischer Feminismus“ verstanden wird und dadurch gekennzeichnet ist, dass sie die islamischen Gesellschaften reformieren und sie damit von einer patriarchalischen Leseart des Koran befreien möchte.
Kontakt:
Cornelia Schnoy (eurient e.V.): cornelia.schnoy[at]eurient.info
Dr. Pierre Hecker (CNMS an der Universität Marburg und eurient e.V.): pierre.hecker[at]staff.uni-marburg.de
Dr. Sarhan Dhouib (Universität Kassel): dhouib[at]uni-kassel.de
Kooperationspartner:
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