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Arabische Filmwoche 2009


Die nunmehr dritte Arabische Filmwoche, ein Projekt des eurient e.V. in Kooperation mit der Cinémathèque Leipzig e.V. , findet erstmals im Rahmen des deutschen Netzwerks der Anna-Lindh-Stiftung  in fünf Städten statt: Leipzig , Bonn , Kiel , Weimar  und München .

In Zusammenarbeit mit WomNet Bonn , dem Projektbüro "Radius of Art" in der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein , dem E-Werk Weimar  und Inwent München  zeigt die diesjährige Filmwoche acht Spielfilme aus dem arabisch-islamischen Raum. Ergänzt wird das Programm durch acht ägyptische Kurzfilme, zusammengestellt von Ahmed Abdalla (Goethe-Institut Alexandria/ Ägypten).


Datum: Donnerstag, 21.05.2009 bis Dienstag, 26.05.2009
Veranstaltungsort: Cinémathèque Leipzig e.V., Karl-Liebknecht-Straße 48, 04275 Leipzig
Eintritt: 5,50 €, ermäßigt 4,50 €

Programm


(Änderungen vorbehalten)

Donnerstag, 21.05.2009


19:30 Uhr (Eröffnung)

Malh hadha al-bahr – Salt of this sea


Palästina 2008, 109 min, Regie: Annemarie Jacir, OmU
Die in New York aufgewachsene Araberin Soraya reist nach Palästina. Entschlossen, sich im Land ihres Großvaters ein neues Leben aufzubauen, stößt sie aber auf unwillige Behörden, die ihr weder das eingefrorene Bankguthaben des Großvaters, noch einen palästinensischen Pass aushändigen wollen. Sorayas neuer Freund Emad aus Ramallah hat das umgekehrte Problem: er will nach Kanada auswandern, doch er bekommt kein Visum.
Gemeinsam nehmen sie ihr Glück in die Hand und setzen sich über die von Israel auferlegten Grenzen hinweg.
Ein munteres Roadmovie aus Palästina über Heimat und Freiheit.

22:15 Uhr

Les Anges de Satan – Satans Engel


Marokko 2007, 84 min, Regie: Ahmed Boulane, OmeU
Casablanca im Jahr 2003: Eine Gruppe junger Heavy-Metal-Musiker wird zu Haftstrafen verurteilt, weil sie die Fundamente des Islam erschüttert haben soll. Daraufhin bildet sich eine Bürgerbewegung, die sich für die Freilassung der 14 Musiker einsetzt.

Pierre Hecker moderiert die Veranstaltung und liefert Hintergrundwissen zu Heavy Metal im Mittleren Nahen Osten.
Pierre Hecker hat zur "Türkischen Heavy Metal-Szene im Kontext der Globalisierung" an der UNI-Leipzig promoviert.

Freitag, 22.05.2009



17:00 Uhr

Captain Abu Raed


Jordanien 2007, 102 Minuten, Regie: Amin Matalqa

Abu Raed ist bei den Nachbarskindern so etwas wie ein Held. Sie hängen ihm an den Lippen, wenn er ihnen Geschichten aus dem abenteuerlichen Leben als Pilot berichtet. Für die Kinder sind die Erzählstunden mit Abu Raed Flucht und Lichtblick in ihrem sonst eher trostlosen Leben. Doch die Wahrheit ist etwas anders: Abu Raed ist nämlich nur der Hausmeister auf dem Flughafen.
Doch was soll's?

19:30 Uhr

Al-Qulub al-Mukhtariqa – Burned Hearts


Marokko 2007, 84 min, Regie: Ahmed al-Maanouni, OmeU
Der erfolgreiche Pariser Architekt Amin reist nach zehn Jahren zum ersten Mal wieder in seine Heimat Marokko, um mit seiner traumatischen Jugend abzuschließen und seinen tyrannischen Onkel auf dem Sterbebett zu besuchen, der ihn einst in die Emigration trieb. Der Trip gerät zur Zeitreise, aber auch zum Wiedersehen mit alten Freunden und der faszinierenden orientalischen Stadt Fes.

22:00 Uhr

Délice Paloma


Frankreich/Algerien 2007, 134 min, Regie: Nadir Moknèche, OmeU
Madame Aldjeriya ist die »nationale Wohltäterin« Algiers: Sie hilft Leuten, die ihre Probleme auf konventionellem Weg nicht lösen können. Ehefrauen werden auf elegante Weise ihre ungeliebten Männer los, Geschäftsleute die Konkurrenz. Die Einnahmen aus diesem Geschäft sind bestimmt für ihren großen Traum: Den Kauf eines alten Heilbades auf dem Lande. Diesen stets vor Augen, heuert Aldjeriya für einen besonders schwierigen Fall die junge Paloma als Lockvogel an. Doch die Operation wächst ihr über den Kopf.
Ein farbenfroher Film über eine algerische Mafiakönigin.

Samstag, 23.05.2009

17:00 Uhr

Barakat


Algerien/Frankreich 2006, 95 min, Regie: Djamila Sahraoui, OmeU
In den neunziger Jahren herrscht in Algerien zwischen Armee und Islamisten Bürgerkrieg. Der Journalist und Ehemann der jungen Ärztin Amel wird von Islamisten verschleppt. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Khadija, die dreißig Jahre zuvor im Widerstand gegen die Franzosen aktiv war, macht sich Amel auf die Suche nach ihm. Auf ihrer Reise begegnen sie einem alten Mann, der sie bis zum Ende begleitet.
Die Regisseurin Djamila Sahraoui zeichnet in ihrem Spielfilmdebüt Barakat! (Es reicht!) ein ruhiges und einfühlsames Zwei-Generationen-Porträt im postkolonialen Algerien.

19:30 Uhr

Délice Paloma


Frankreich/Algerien 2007, 134 min, Regie: Nadir Moknèche, OmeU
Madame Aldjeriya ist die »nationale Wohltäterin« Algiers: Sie hilft Leuten, die ihre Probleme auf konventionellem Weg nicht lösen können. Ehefrauen werden auf elegante Weise ihre ungeliebten Männer los, Geschäftsleute die Konkurrenz. Die Einnahmen aus diesem Geschäft sind bestimmt für ihren großen Traum: Den Kauf eines alten Heilbades auf dem Lande. Diesen stets vor Augen, heuert Aldjeriya für einen besonders schwierigen Fall die junge Paloma als Lockvogel an. Doch die Operation wächst ihr über den Kopf.
Ein farbenfroher Film über eine algerische Mafiakönigin.

Zu dieser Vorstellung wird der Regisseurs Nadir Moknèche anwesend sein.

22:15 Uhr

Viva L'Algerie / Viva Laldjerie


Algerien 2004, 113 min, Regie: Nadir Moknèche, OmeU
Eine Frauen-WG in einem heruntergekommenen Hotel in Algier: Die 27 Jahre alte Goucem verdient ihr Geld in einem Fotoladen und hofft auf eine Hochzeit mit ihrem verheirateten Geliebten. Ihre Mutter Papicha, ein gealterter Kabarettstar, hängt zuhause oder in Bars herum und sehnt sich nach der »guten alten Zeit«. Goucems Freundin Fifi ist Prostituierte im Nebenzimmer. Doch der wachsende Einfluss des Islams im Land bringt die drei Frauen und ihren Lebensstil zunehmend in Gefahr.


Zu dieser Vorstellung wird der Regisseurs Nadir Moknèche anwesend sein.

Sonntag, 24.05.2009

17:00 Uhr

Imarat Yaaqubian – The Yacoubian Building


Ägypten 2006, 165 min, Regie und Drehbuch: Marwan Hamed, OmeU
Kairo in den 90er Jahren: Perspektivlosigkeit, Korruption und aufkeimender Islamismus bestimmen das Leben der Einwohner. Im Yacoubian-Bau, einem Art Deco-Gebäude aus der Blütezeit Kairos, lebt eine bunte Mischung typischer Kairiner – in schicken Altbauwohnungen die Reichen, in Wellblechhütten auf dem Dach die Armen. Zu ihnen gehört die mittellose Bosseina, die allein ihre alte Mutter und ihre jüngeren Geschwister ernähren muss. Ihr Freund Taha, der Sohn des Hausmeisters, träumt von einem Studium an der Polizeiakademie, doch seine Herkunft steht ihm im Weg. Der gealterte adlige Frauenheld Zaki al-Dessouqi schwelgt in Erinnerungen an seine besten Zeiten in Paris, der frankophile homosexuelle Journalist Hatem Rashid führt ein gefährliches Doppelleben und der neureiche Geschäftsmann Hagg Azzam versucht mit allen Mitteln, in die Politik zu kommen.
Ein vielschichtiger Einblick in die moderne ägyptische Seele, basierend auf dem Weltbestseller von Alaa al-Aswani »Imarat Yaaqubian«.

20:00 Uhr

Les Anges de Satan – Satans Engel


Marokko 2007, 84 min, Regie: Ahmed Boulane, OmeU

Casablanca im Jahr 2003: Eine Gruppe junger Heavy-Metal-Musiker wird zu Haftstrafen verurteilt, weil sie die Fundamente des Islam erschüttert haben soll. Daraufhin bildet sich eine Bürgerbewegung, die sich für die Freilassung der 14 Musiker einsetzt.

Pierre Hecker moderiert die Veranstaltung und liefert Hintergrundwissen zu Heavy Metal im Mittleren Nahen Osten.
Pierre Hecker hat zur "Türkischen Heavy Metal-Szene im Kontext der Globalisierung" an der UNI-Leipzig promoviert.

22:15 Uhr

Malh hadha al-bahr – Salt of this sea


Palästina 2008, 109 min, Regie: Annemarie Jacir, OmU

Die in New York aufgewachsene Araberin Soraya reist nach Palästina. Entschlossen, sich im Land ihres Großvaters ein neues Leben aufzubauen, stößt sie aber auf unwillige Behörden, die ihr weder das eingefrorene Bankguthaben des Großvaters, noch einen palästinensischen Pass aushändigen wollen. Sorayas neuer Freund Emad aus Ramallah hat das umgekehrte Problem: er will nach Kanada auswandern, doch er bekommt kein Visum. Gemeinsam nehmen sie ihr Glück in die Hand und setzen sich über die von Israel auferlegten Grenzen hinweg.
Ein munteres Roadmovie aus Palästina über Heimat und Freiheit.

Montag, 25.05.2009

17:00 Uhr

Al-Qulub al-Mukhtariqa – Burned Hearts


Marokko 2007, 84 min, Regie: Ahmed al-Maanouni, OmeU

Der erfolgreiche Pariser Architekt Amin reist nach zehn Jahren zum ersten Mal wieder in seine Heimat Marokko, um mit seiner traumatischen Jugend abzuschließen und seinen tyrannischen Onkel auf dem Sterbebett zu besuchen, der ihn einst in die Emigration trieb. Der Trip gerät zur Zeitreise, aber auch zum Wiedersehen mit alten Freunden und der faszinierenden orientalischen Stadt Fes.

19:30 Uhr

Viva L'Algerie / Viva Laldjerie


Algerien 2004, 113 min, Regie: Nadir Moknèche, OmeU
Eine Frauen-WG in einem heruntergekommenen Hotel in Algier: Die 27 Jahre alte Goucem verdient ihr Geld in einem Fotoladen und hofft auf eine Hochzeit mit ihrem verheirateten Geliebten. Ihre Mutter Papicha, ein gealterter Kabarettstar, hängt zuhause oder in Bars herum und sehnt sich nach der »guten alten Zeit«. Goucems Freundin Fifi ist Prostituierte im Nebenzimmer. Doch der wachsende Einfluss des Islams im Land bringt die drei Frauen und ihren Lebensstil zunehmend in Gefahr.

22:15 Uhr

Barakat


Algerien/Frankreich 2006, 95 min, Regie: Djamila Sahraoui, OmeU

In den neunziger Jahren herrscht in Algerien zwischen Armee und Islamisten Bürgerkrieg. Der Journalist und Ehemann der jungen Ärztin Amel wird von Islamisten verschleppt. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Khadija, die dreißig Jahre zuvor im Widerstand gegen die Franzosen aktiv war, macht sich Amel auf die Suche nach ihm. Auf ihrer Reise begegnen sie einem alten Mann, der sie bis zum Ende begleitet.
Die Regisseurin Djamila Sahraoui zeichnet in ihrem Spielfilmdebüt Barakat! (Es reicht!) ein ruhiges und einfühlsames Zwei-Generationen-Porträt im postkolonialen Algerien.

Dienstag, 26.05.2009

19:00 Uhr

Imarat Yaaqubian – The Yacoubian Building


Ägypten 2006, 165 min, Regie und Drehbuch: Marwan Hamed, OmeU

Kairo in den 90er Jahren: Perspektivlosigkeit, Korruption und aufkeimender Islamismus bestimmen das Leben der Einwohner. Im Yacoubian-Bau, einem Art Deco-Gebäude aus der Blütezeit Kairos, lebt eine bunte Mischung typischer Kairiner – in schicken Altbauwohnungen die Reichen, in Wellblechhütten auf dem Dach die Armen. Zu ihnen gehört die mittellose Bosseina, die allein ihre alte Mutter und ihre jüngeren Geschwister ernähren muss. Ihr Freund Taha, der Sohn des Hausmeisters, träumt von einem Studium an der Polizeiakademie, doch seine Herkunft steht ihm im Weg. Der gealterte adlige Frauenheld Zaki al-Dessouqi schwelgt in Erinnerungen an seine besten Zeiten in Paris, der frankophile homosexuelle Journalist Hatem Rashid führt ein gefährliches Doppelleben und der neureiche Geschäftsmann Hagg Azzam versucht mit allen Mitteln, in die Politik zu kommen.
Ein vielschichtiger Einblick in die moderne ägyptische Seele, basierend auf dem Weltbestseller von Alaa al-Aswani »Imarat Yaaqubian«.

22:15 Uhr

Captain Abu Raed


Jordanien 2007, 102 Minuten, Regie: Amin Matalqa
Abu Raed ist bei den Nachbarskindern so etwas wie ein Held. Sie hängen ihm an den Lippen, wenn er ihnen Geschichten aus dem abenteuerlichen Leben als Pilot berichtet. Für die Kinder sind die Erzählstunden mit Abu Raed Flucht und Lichtblick in ihrem sonst eher trostlosen Leben. Doch die Wahrheit ist etwas anders: Abu Raed ist nämlich nur der Hausmeister auf dem Flughafen.
Doch was soll's?

Partner und Förderer


Die nunmehr dritte Arabische Filmwoche findet erstmals im Rahmen des deutschen Netzwerks der Anna-Lindh-Stiftung  statt.
Die 2005 ins Leben gerufene Anna-Lindh-Stiftung für den Dialog zwischen den Kulturen hat den Auftrag, den interkulturellen Dialog im Rahmen der Euromed - Zusammenarbeit, d.h. zwischen den Ländern der Europäischen Union und den übrigen Anrainerstaaten des Mittelmeeres zu fördern.

Die Stiftung versteht sich als ein Netzwerk, in dem mittlerweile weit über 1000 Mitglieder in 43 Mitgliedstaaten zusammengeschlossen sind, sich über ihre Arbeit austauschen können und gemeinsame Projekte durchführen. Das deutsche Netzwerk der Anna-Lindh-Stiftung umfasst seinerseits über 90 Mitglieder.

Die Filmwoche in Leipzig ist nur durchführbar mit der finanziellen Unterstützung der Anna-Lindh-Stiftung Deutschland , der Stadt Leipzig , der Liga der Arabischen Staaten und dem StudentInnenrat Leipzig .









Projektleitung



Edgar Blume 
Constance Fricker 

Presse


Eva Zinecker  presse[at]eurient.info

 


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